Besteht die Schüttelkugel in der Sprühflasche aus Glas?

Die Schüttelkugel in einer Sprühflasche muss nicht unbedingt aus Glas bestehen; sie kann auch aus Edelstahl oder Kunststoff gefertigt sein. Das Material hängt vom Verwendungszweck der Sprühflasche und den Eigenschaften der darin enthaltenen Flüssigkeit ab. Hier die Details:
  1. Glas

    Dieses Material wird häufig in Sprühflaschen verwendet, die Flüssigkeiten mit unlöslichen Partikeln oder Komponenten enthalten, die chemische Stabilität erfordern. Beispielsweise benötigen Sprühfarben und einige Sonnenschutzsprays mit Zinkoxid oder Titandioxid Glaskugeln zum Schütteln. Glas ist chemisch inert und reagiert daher nicht mit den Farbpigmenten, den physikalischen Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln oder auch medizinischen Sprays, wodurch eine Verunreinigung der Produkte vermieden wird. Gleichzeitig können hochfeste Glaskugeln die abgesetzten Partikel beim Schütteln effektiv aufrühren und so ein Verstopfen der Düse verhindern. Im Handel sind auch spezielle Glaskugeln zum Mischen für Sprühgeräte mit Durchmessern von 1 mm bis 16 mm erhältlich, um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden.

  2. Edelstahl

    Edelstahl ist ein gängiges Material für Schüttelkugeln in vielen Aerosoldosen und großvolumigen Sprühflaschen, beispielsweise für Industriereiniger und einige Kosmetiksprays. Die Schüttelkugeln aus Edelstahl sind schwerer und erzeugen beim Schütteln der Flasche eine stärkere Aufprallkraft, die dickflüssige Substanzen oder zu Delamination neigende Komponenten schnell verrühren kann. Zudem ist Edelstahl rostbeständig und langlebig und eignet sich daher ideal für Anwendungen, bei denen die Sprühflasche häufig und unter Druck verwendet wird.

  3. Plastik

    Sie werden hauptsächlich in preiswerten, einfachen Sprühflaschen für den täglichen Gebrauch verwendet, beispielsweise in kleinen Einweg-Sprühflaschen für Feuchtigkeitsspender oder in gewöhnlichen Haushaltsreiniger-Sprühflaschen. Kunststoff-Schüttelkugeln zeichnen sich durch niedrige Produktionskosten und Bruchsicherheit aus und eignen sich daher sehr gut für dünnflüssige Substanzen, die kein starkes Rühren erfordern. Aufgrund der möglichen leichten Adsorption bestimmter Kunststoffe werden sie jedoch selten in Sprühflaschen mit komplexen chemischen Inhaltsstoffen oder hochwertigen Kosmetikprodukten eingesetzt.

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