Die für den Einsatz als Reifenauswuchtperlen geeigneten Glasperlen sind speziell gehärtete Glasperlen mit strengen Leistungs- und Strukturanforderungen, die speziell auf die rauen Bedingungen im Reifeninneren (Hochgeschwindigkeitsrotation, Temperaturschwankungen, Reibung) zugeschnitten sind und ein effektives dynamisches Auswuchten gewährleisten. Die wichtigsten Kriterien sind:
-
Material und Härte : Sie müssen aus hochreinem gehärtetem Glas (typischerweise mit einem Siliziumdioxidgehalt von über 70 %) bestehen. Durch die Härtungsbehandlung werden ihre Härte (Mohshärte 6–7) und Schlagfestigkeit erhöht, wodurch ein Bruch oder eine Pulverisierung bei hoher Reifengeschwindigkeit verhindert wird (sonst könnten Schmutzpartikel das Ventil verstopfen oder die Reifeninnenwand zerkratzen).
-
Sphärizität und Gleichmäßigkeit : Eine hohe Sphärizität ist entscheidend – idealerweise sollten die Wülste nahezu perfekte Kugeln mit minimalen Unregelmäßigkeiten sein. Dadurch wird sichergestellt, dass sie unter der Zentrifugalkraft gleichmäßig im Reifen rollen und sich verteilen, wodurch Agglomeration vermieden und ein gleichmäßiger Ausgleichseffekt gewährleistet wird. Darüber hinaus muss die Partikelgröße gleichmäßig sein (übliche Bereiche: 1–2 mm für Pkw-Reifen, 2,5–3 mm für Lkw-Reifen); ungleichmäßige Größen können die Gewichtsverteilung stören.
-
Oberflächenbehandlung : Die meisten geeigneten Glasperlen zum Reifenauswuchten werden mit einer Silikonbeschichtung oder einer Antihaftbeschichtung versehen. Diese Beschichtung verhindert, dass die Perlen durch Feuchtigkeit (Kondensation im Reifen aufgrund von Temperaturschwankungen) oder statischer Elektrizität verklumpen, und sorgt so dafür, dass sie frei fließen und sich an eine Reifenunwucht anpassen können.
-
Dichte : Die optimale Dichte liegt bei etwa 2,4–2,6 g/cm³. Eine zu geringe Dichte (z. B. bei Kunststoffwülsten) führt zu einem unzureichenden Vortrieb durch die Zentrifugalkraft, während eine zu hohe Dichte (z. B. bei Metallwülsten) den Reifen unnötig belastet und den Verschleiß der Innenwand erhöht.
-
Chemische Stabilität : Sie müssen chemisch inert und korrosionsbeständig gegenüber Reifengummizusätzen, Ölrückständen oder Feuchtigkeit sein. Dadurch wird sichergestellt, dass die Perlen bei längerem Gebrauch (normalerweise 3–5 Jahre) nicht zerfallen (z. B. sich verfärben oder weich werden) und ihre strukturelle Integrität und Ausgleichsleistung erhalten bleiben.
-
Kompatibilität : Sie müssen mit Reifendruckkontrollsystemen (TPMS) kompatibel sein. Die Perlen dürfen die Signale der TPMS-Sensoren nicht stören oder Sensorkomponenten beschädigen und dürfen nicht gegen die Garantiebedingungen des Reifenherstellers verstoßen (z. B. dürfen Perlen keine abrasiven Rückstände hinterlassen).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nur gehärtete Glasperlen, die die oben genannten Standards erfüllen – mit hoher Härte, ausgezeichneter Sphärizität, Anti-Klumpen-Oberflächenbehandlung und entsprechender Dichte – zuverlässig als Reifenauswuchtperlen funktionieren können, um eine langfristige, dynamische Reifenauswuchtung zu erreichen.
